MALEREI-FORTBILDUNGEN – 2019. Sommer

Unsere naechsten zwei Kursen sind im Goetheanum gestattet,
im 13 – 16Juni 2019 und
im 12 – 18 August 2019.

Maehrere Informationen im Flyer:

Erneuerung-der-christlichen-Kunst (2)

DURCH DIE ANTROPOSOPHY ERNEUERTE CHRISTLICHEN KUNST

 Malerei-Fortbildung IV.

  1. 12 – 18. August 2019.
    Goetheanum, Dornach

In der Praxis der bildenden Kunst ist es für uns Maler eine Schlüsselfrage, wie wir zum Bild gelangen können. In der Erneuerung der christlichen Kunst streben wir danach, wie wir die Kreativität zur Imagination, zum höheren Bildschaffen erheben können.
Im Zentrum der Erneuerung der christlichen Kunst steht die Praxis der Imagination.

Unser Ziel ist es, auf unseren Fortbildungskursen die dafür notwendige Methodik Stufe für Stufe bekannt zu machen.

Diese Fortbildungen werden in erster Linie für in der Malerei geübte und erfahrene Künstler abgehalten, aber es können sich auch ernsthaft Interessierte dieser Arbeit anschliessen.

Im dritten Kurs behandelten wir das Thema: Beziehung zwischen Mensch und Engel. Die Grundlage dieser Komposition bildete die sich gegenseitig durchdringende Gestalt von Mensch und Engel.
Diesmal haben wir noch mehr darauf geachtet, eine solche Werkstättenarbeit zu ermöglichen, wo der eigenständige Schaffensprozess im Mittelpunkt steht. Nur so ist es möglich, zu den wirklichen Fragen zu gelangen.
Bei den Themen der Vorträge sind wir diesmal bei einem Gedanken geblieben: Wie ist der Mensch während des Schaffens in der Dreiheit des Denkens, Fühlens und Wollens gegenwärtig?
In früheren Zeiten beeilten sich des nächtens die Urchristen in den unterirdischen Gängen der Katakomben, vorbei an den Toten, zu den kleinen Plätzen, um sich zu versammeln.
Dort nahmen sie an dem Kultus teil und wurden in das neue Mysterium eingeweiht.
Diesen unterirdischen Platz finden wir heute, unter den toten Räumen unserer Gedanken, in den Kammern unseres menschlichen Herzens. Das ist der Mittelpunkt des Menschen, sein inneres Heiligtum, das irdische Haus eines jeden Mysteriums. Die Kultur der Mitte, die Christliche Kunst, nimmt ihren Anfang aus diesem Zentrum. Ohne dieses kann man keine gesunde Malerei erschaffen. Die alten Zeiten sind vergangen, als aus äusseren Mysterienzentren die Weisheit, die Kultur und die Kunst ausströmte.

Heute ist dieser Ort des Geschehens in die menschlichen Herzen übersiedelt, wir müssen lernen, in diesem inneren Raum den strebenden Willen, die Färbung der Gefühle und die Wesen der Gedanken zu empfinden.
Die Kunst kann dann auferstehen, wenn sie durch die Künstler vom Egoismus befreit wird und aus freiem Willen wieder der menschlichen Kultur dient.
Anstelle oder zumindest neben der herrschenden luziferischen und ahrimanischen Kultur, muss die Mitte, die dem Menschen dienende Kultur, gestärkt werden. Diese Kunst und Kultur muss aus dem Herzen kommen, denn nur das wird heilen.

Heute muss die Quelle der Inspiration wieder gefunden werden. Im Zentrum der Erneuerung der christlichen Kunst steht die Praxis der Imagination.

/Zoltán Döbröntei: Opfer, 2013. Öl, Leinwand, Kaufsmöglichkeit: naputasok@gmail.com/